Feeds:
Artikel
Kommentare

Am Montag erschuf ALLAH die Pflanzen

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte ALLAHs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hielt meine Hand und sagte:

„ALLAH erschuf die Erde am Samstag erschuf in ihr die Berge am Sonntag, erschuf die Pflanzen (wörtl.: Bäume) am Montag, erschuf das Unheil (wörtl.: das Gehasste) am Dienstag, erschuf das Licht am Mittwoch, erschuf in ihr (der Erde) die Tiere am Donnerstag und Er erschuf Adam (ALLAHs Frieden mit ihm) nach dem Nachmittag des Freitags, in der letzten Stunde des Tages zwischen dem späten Nachmittag und dem Abend.“
(Überliefert von Imam Muslim, Riyad-us-Salihin Hadith Nr. 1854)


An einem Montag wurde der Gesandte ALLAHs geboren und an einem Montag hat er die erste Quran-Offenbarung erhalten

Abu Qatada (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte ALLAHs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) wurde nach dem Fasten am Montag gefragt, da sagte er (swas.):

„An einem Montag wurde ich geboren und an einem Montag wurde ich als Prophet gesandt.“
Der Überlieferer berichtete: oder er (swas.) habe gesagt:
„und an einem (Montag) ist die erste Quran-Offenbarung zu mir herabgesandt worden.“
(Überliefert von Imam Muslim, Riyad-us-Salihin Hadith Nr. 1255)


Die Taten werden Montags und Donnerstags aufgeführt

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte ALLAHs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt:

„Jeden Montag und jeden Donnerstag werden die Taten jedes (Menschen) aufgeführt, und ich möchte, dass meine Taten, während ich faste, gezeigt werden.“
(Überliefert von at-Tirmidhi, mit dem Vermerk: Ein guter Hadith. Imam Muslim hat diesen Hadith ohne das Fasten zu erwähnen überliefert. Riyad-us-Salihin Hadith Nr. 1256)


Empfohlenes Fasten jeden Montags und Donnerstag

Aischa (ALLAHs Wohlgefallen mit ihr berichtete:

„Der Gesandte ALLAHs pflegte montags und donnerstags zu fasten.“
(Überliefert von at-Tirmidhi, mit dem Vermerk: Ein guter Hadith; hasan. Riyad-us-Salihin Hadith Nr. 1257)


Die Paradiestore werden Montags und Donnerstags geöffnet

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete, dass der Gesandte ALLAHs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) gesagt hat:

„Die Tore des Paradieses werden am Montag und am Donnerstag geöffnet, da wird jedem Diener, der ALLAH nichts zur Seite setzt vergeben, außer einem, der Hass gegen seinen Bruder im Islam hegt. Es wird gerufen:’ Gewährt diesen beiden Aufschub, bis sie sich versöhnen! Gewährt diesen beiden Aufschub, bis sie sich versöhnen!“
(Überliefert von Imam Muslim, Riyad-us-Salihin Hadith Nr. 1568)

In einer anderen Version von Muslim steht:

„Die Werke (der Menschen) werden jeden Montag und jeden Donnerstag (ALLAH) unterbreitet.“


Der Gesandte ALLAHs ist an einem Montag gestorben

Anas ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:

„Abu Bakr pflegte die Leute beim Gebet zu leiten, als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, an jener Krankheit litt, der er schließlich erlag. An jenem Montag hatten die Leute sich in Reihen aufgestellt, um das Gebet zu verrichten, da schob der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, den Vorhang in seinem Zimmer beiseite und schaute zu uns hinaus. Er hatte sich aufgerichtet, und sein Gesicht leuchtete wie eine Seite aus dem Koran. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, lächelte, und wir waren außer uns vor Freude im Gebet, als wir ihn sahen. Abu Bakr wollte in die Reihen der Betenden zurücktreten, denn er dachte, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, würde zum Gebet herauskommen. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gab aber Zeichen, das Gebet fortzusetzen, kehrte zurück und zog den Vorhang wieder zu. Am selben Tag starb der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm.“
(Überliefert von Imam Muslim, Sahih Muslim Nr. 636 (im arabischen))


Ein gewaltiger Hadith

Lies diesen Hadith inschallah, auch wenn du am Anfang bemerkst, dass du ihn schon kennst, es schadet dir nicht, ihn wieder durchzulesen, und zwar mit voller Aufmerksamkeit..

____________________________________________________________________________________________

Abu Huraira (ra) berichtet, dass der Gesandte Allahs (s) sagte:

“Wenn Erbeutetes als (eigenes) Vermögen angesehen wird, anvertrautes Gut als (persönlicher) Gewinn,

Zakat als Strafe, wenn man studiert ohne Religion,

wenn der Mann seiner Frau gehorcht und seiner Mutter nicht,

wenn er die Nähe seines Freundes sucht und seinen Vater weit von sich weist,

wenn die Stimmen in den Moscheen laut werden,

der Frevler Herr über seinen Stamm ist,

der Führer des Volkes der Verachtetste ist,

wenn ein Mann aus Furcht seiner Bosheit geehrt wird,

wenn Sängerinnen und Musikinstrumente große Bedeutung erlangen,

alkoholische Getränke getrunken werden und die späteren (Generationen) dieser Umma die früheren verfluchen,

dann seid gefasst auf roten Wind, Erdbeben, Finsternis, Mißgestaltung, Geschoßhagel und andere Zeichen,

die aufeinanderfolgen wie aufgereihte Perlen,

deren Schnur durchschnitten wird und die daraufhin eine nach der anderen herunterfallen.”

(Tirmidhi)

____________________________________________________________________________________________

Was kann man zu diesem Hadith nur sagen, ausser: “TRIFFT ZU!”
Subhanallah, möge Allah uns bewahren! Allahumma amin..
Sei zufrieden mit dem, was Allah dir gegeben hat,
und du wirst der Reichste der Menschen sein
Reichtum, Aussehen, Kinder, Häuser und Begabung – du musst mit deinem Anteil an diesen Dingen zufrieden sein:
“Nimm, was Ich dir gewährt habe und sei dankbar!” [7:144]
Die meisten Gelehrten und frommen Muslime der früheren islamischen Generationen waren arm; folglich, ist es unnötig zu sagen, dass sie keine schönen Häuser und Autos hatten. Dennoch, trotz dieser Nachteile, führten sie ein ausgiebiges Leben, und sie waren der Menschheit nützlich. Nicht etwa durch ein Wunder, sondern weil sie alles nutzten, was ihnen gegeben wurde, und weil sie ihre Zeit auf die richtige Weise einsetzten.
Deshalb waren sie in ihrem Leben, ihrer Zeit und ihren Talenten gesegnet.
Im Gegensatz dazu, gibt es viele Menschen, die mit Reichtum, Kindern und allen möglichen Arten von Gaben beschenkt wurden, doch diese Gaben waren der eigentliche Grund für ihr Elend und ihren Ruin.
Sie weichten von dem, was ihnen ihr angeborener Instinkt sagte ab, nämlich, dass materielle Dinge nicht alles im Leben sind. Schaut auf jene, die akademische Grade in weltbekannten Universitäten erlangt haben, sie sind der Inbegriff der Obskurität. Ihre Begabungen und Fähigkeiten bleiben ungenutzt. Unterdessen haben andere es geschafft, mit ihrem begrenzten Umfang an Wissen, Berge, aus dem was ihnen gegeben wurde, zu machen, sie waren sich selbst und der Gesellschaft nützlich.
Wenn du auf der Suche nach Glück bist, dann sei zufrieden mit dem Aussehen, mit dem Allah dich begünstigt hat, mit deiner Familiensituation, mit dem Klang deiner Stimme, mit deinem Verständnisniveau, und mit der Höhe deines Einkommens. Einige Pädagogen gehen weiter, indem sie sagen, dass man sich vorstellen soll mit weniger, als dass was man jetzt hat, zufrieden zu sein.
Hier ist für dich eine Liste aus unserem islamischen Erbe, von jenen, die sich besonders hervorgetan haben, obwohl jeder von ihnen, durch verschiedene Nachteile herausgefordert war:
‘Ataa ibn Rabah war ein weltbekannter Gelehrter seiner Zeit. Er war nicht nur ein freigelassener Sklave und stupsnasig, sondern auch gelähmt.
Al-Ahnaf ibn Qays war unter den Arabern für seinen einzigartigen Grad der Geduld bekannt. Er erlangte diesen Ruhm, obwohl er abgemagert und bucklig war, mit gekrümmten Beinen, und einem zerbrechlichen Körperbau.
Al-A’mash gehörte zu den bekanntesten Hadithgelehrten seiner Zeit. Er war ein freigelassener Sklave, hatte schwaches Sehvermögen, und er war arm. Seine Kleidung war zerrissen, seine Erscheinung war unordentlich, und er lebte unter bescheidenen Verhältnissen.
Genau genommen, war jeder Prophet irgendwann ein Hirte.
Dawud (Friede auf ihm) war ein Schmied, Zakariyah (Friede auf ihm) war ein Zimmermann und Idris (Friede auf ihm) ein Schneider, und dennoch waren sie die Besten der Menschheit.
Daher liegt dein Wert in deinen Fähigkeiten, deinen guten Taten, deinen Manieren, und deinem Beitrag zur Gesellschaft. So sei nicht bekümmert, über das, was in deinem Leben, hinsichtlich gutes Aussehen, Reichtum oder Familie, an dir vorbeiging; und sei zufrieden mit dem, was Allah dir zugeteilt hat.

“Wir sind es, die unter ihnen den Unterhalt im irdischen Leben verteilen.” [42:32]

____________________________________________________________________________________________

Übersetzung aus: “Don’t be sad” von Aidh al-Qarni

Leben um zu Sterben, oder Sterben um zu Leben??

„Der Tod ist eine herbe und furchtsame Realität, der jeder, der lebt, begegnen wird. Niemand hat die Macht ihm zu entgehen, noch hat irgendjemand, der sich um eine sterbende Person befindet die Fähigkeit ihn zu verhindern. Es ist etwas, das jeden Moment geschieht und es ist etwas, das die Jungen und die Alten trifft, die Reichen und die Armen, die Starken und die Schwachen. Sie gleichen sich alle in der Sache, dass sie keinen Plan haben, noch irgendein Mittel ihm zu entkommen, kein Mittel der Fürsprache, keinen Weg ihn zu verhindern, noch ihn hinauszuzögern.“[1]

Allah, der Höchste, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Sprich: „Der Tod, vor dem ihr flieht, wird euch sicher ereilen. Dann werdet ihr zu Dem zurückgebracht werden, Der es kennt, das Verborgene und das Sichtbare; und Er wird euch verkünden, was ihr zu tun pflegtet.““ [62:8]
„Wir gewährten keinem Menschenwesen vor dir das ewige Leben. Als ob sie es wären, die ewig leben könnten, wenn du gestorben wärst! Jede Seele wird den Tod kosten; und Wir stellen euch mit Bösem und mit Gutem auf die Probe; und zu Uns werdet ihr zurückgebracht.“ [21:34-35]

Gewiss es ist der Tod: „der Furcht in den Seelen verursacht und mit dem die Taten eines jeden versiegelt werden und was danach kommt ist noch furchtsamer und furchteinflößender. Denn ist dort ein Ort, zu dem man fliehen kann, um den erlittenen Verengungen im Grab zu entgehen? Was wird unsere Antwort sein, wenn wir im Grab befragt werden? Gewiss, nicht einer von uns weiß wo wir enden werden. Wird es das Paradies sein, dessen Weiten wie die der Himmel und der Erde sind oder wird es das Feuer sein, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind?“[2]


Ibrahim ibn Adham (gest. 160 n. Hj.), rahimahullah, sagte, als er über den Vers befragt wurde:

„Bittet mich; Ich will eure Bitten erhören.“ [40:60]
Sie sagten: Wir rufen Allah an, aber Er antwortet uns nicht. So sagte er: „Ihr kennt Allah, doch ihr gehorcht Ihm nicht. Ihr rezitiert den Qur;an, doch ihr handelt nicht nach ihm. Ihr kennt Shaytan, doch ihr fahrt fort ihm zuzustimmen. Ihr behauptet Allahs Gesandten, sallallahu ‘aleihi wa sallam, zu lieben, doch ihr verlasst seine Sunnah. Ihr behauptet das Paradies zu lieben, doch ihr arbeitet nicht dafür. Ihr behauptet das Feuer zu fürchten, doch ihr hört nicht auf zu sündigen. Ihr sagt, gewiss der Tod ist wahr, doch ihr habt euch nicht für ihn vorbereitet. Ihr beschäftigt euch mit den Fehlern anderer, doch ihr schaut nicht auf eure eigenen Fehler. Ihr esst von der Versorgung, die Allah für euch vorbereitet hat, doch seid ihr Ihm nicht dankbar. Und ihr beerdigt eure Toten, doch ihr beachtet nicht seine Lektion.“[3]

Also dies, o nobler Leser, ist die Realität, welche fest in unsere Herzen etabliert sein muss, die Realität, dass das Leben dieser Welt begrenzt ist und ein bestimmtes Ende hat und dass dieses Ende mit Sicherheit kommt…

„Der Rechtschaffene wird sterben und der Boshafte wird sterben. Die Krieger, die den Jihad kämpfen, werden sterben und jene, die zu Hause sitzen werden sterben. Jene, die sich mit dem richtigen Glauben beschäftigen werden sterben und jene, die Menschen als ihre Sklaven behandeln werden sterben. Der Tapfere, der Ungerechtigkeit ablehnt wird sterben und die Feiglinge, die an diesem wertlosen Leben hängen werden sterben. Die Menschen von erhabenen Zielen und Ambitionen werden sterben und die Elenden, die für billiges Vergnügen leben werden sterben.“[4]

„J e d e    S e e l e    w i r d    d e n   T o d    k o s t e n.“ [3:185]

„So behaltet den Punkt des Todes in Erinnerung und das Eintreten in das nächste Leben und die Anzahl an Sünden, die man begangen hat und die geringe Anzahl an Gutem, das man getan hat. Denkt über das Gute nach, das ihr zu dieser Zeit gerne ernsthaft tun würdet, dann bringt es voran und tut es heute. Und denkt über all jene Dinge nach, von denen ihr begehrt euch zu reinigen, dann reinigt euch jetzt davon.“ [5]

[1] Al-Mawt (S.9) von Shaykh ‘Ali Hasan al-Halabi [2] As-Salat wa Atharahu fi Ziyadatil-Iman (S.10) von Shaykh Husayn al-Awayshah.
[3] Al-Hafidh Ibn Rajab, überliefert in al-Khushu‘ fis-Salah (S.62).
[4] Al-Mawt (S.10).
[5] Al-Mawt (S.16).

Quelle: Al-Istiqaamah News Letter

Arten des Kufr

von Ibnu Kathir basierend auf  „Tafseer ibn Katheer“

Der Qur’an nutzt das Wort „Kufr“ um Menschen zu bezeichnen, die Tatsachen verdecken oder verbergen. Der Qur’an nutzt dieses Wort um jene zu identifizieren, die Allahs Gunst ablehnten, durch das Nichtakzeptieren Seiner Herrschaft und Seiner Autorität. Kufr ist demzufolge ein Antonym (Gegenwort) für Iman oder Unglauben an Allah und ein Kaafir ist ein Ungläubiger. Diese Art von Kufr wird als Al-Kufr ul Akbar oder großer Kufr bezeichnet.

1. Kufrul-‘Inaad: Unglauben aus der Sturheit heraus. Dies trifft auf jemanden zu, der die Wahrheit kennt und eingesteht die Wahrheit zu kennen und eingesteht sie kennen mit der Zunge, aber es ablehnt sie zu akzeptieren und es unterlässt Zeugnis abzulegen. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Werft ihr beide in Dschahannam einen jeden undankbaren Hartnäckigen.” [Surah Qaf (50), Ayah 24]

2. Kufrul-Inkaar: Unglauben aus der Leugnung heraus. Dies trifft auf jemandem zu, der mit beidem, dem Herzen und der Zunge, ablehnt. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Sie kennen Allahs Gnade, und sie leugnen sie doch; und die meisten von ihnen sind ungläubig.“ [Surah Nahl (16), Ayah 83]
3. Kufrul-Kibr: Unglauben aus Arroganz und Hochmut heraus. Der Unglaube der Teufel (Iblis) ist ein Beispiel für diese Art von Kufr.
4.Kufrul-Juhood: Unglauben aus der Ablehnung heraus. Dies trifft auf jemanden zu, der die Wahrheit in seinem Herzen anerkennt, aber sie mit seiner Zunge ablehnt. Diese Art des Kufr ist zutreffend auf jene, die sich selbst Muslime nennen, aber jede notwendigen und akzeptierten Maßstäbe des Islams, wie as-Salaat (das Gebet) und Zakat (Almosen), ablehnen. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):
„Und sie verwarfen sie (Unsere Zeichen) in Ungerechtigkeit und Hochmut, während ihre Seelen doch von ihnen überzeugt waren.“ [Surah Naml (27), Ayah 14]

5. Kufrul-Nifaaq: Unglauben aus der Heuchelei heraus. Dies trifft auf jemanden zu, der vorgibt ein Gläubiger zu sein, aber seinen Unglauben verbirgt. Solch eine Person wird als Munafiq oder Heuchler bezeichnet. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Wahrlich, die Heuchler befinden sich auf dem untersten Grund des Höllenfeuers, und du findest für sie keinen Helfer.“ [Surah An-Nisaa (4), Ayah 145]

6. Kufrul-Istihaal: Unglauben aus dem Versuch heraus Haram zu Halal zu machen. Dies trifft auf jemanden zu, der als erlaubt (Halal) das akzeptiert, was Allah für verboten (Haram) erklärte, wie Alkohol oder Ehebruch. Nur Allah, subhanahu wa ta’ala, hat das Vorrecht Dinge Halal und Haram zu machen und jene, die begehren sich in Sein Recht einzumischen, sind wie Rivalen zu Ihm und deshalb fallen sie außerhalb der Grenzen des Glaubens.

7. Kufrul-Kurh: Unglauben aus der Abscheu gegenüber irgendeines der Befehle Allahs, subhanahu wa ta’ala, heraus. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Die aber ungläubig sind – nieder mit ihnen! Er läßt ihre Werke fehlgehen. Dies (ist so), weil sie das hassen, was Allah herabgesandt hat; so macht Er ihre Werke zunichte.“ [Surah Muhammad (47), Ayah 8-9]

8. Kufrul-Istihsaha: Unglauben hinsichtlich Hohn und Spott. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Sprich: „Galt euer Spott etwa Allah und Seinen Zeichen und Seinem Gesandten?“Versucht euch nicht zu entschuldigen. Ihr seid ungläubig geworden, nachdem ihr geglaubt habt.“ [Surah Taubah (9), Ayah 65-66]

9. Kufrul-I’raadh: Unglauben aus der Abwendung heraus. Dies trifft auf jemanden zu, der sich abwendet und die Wahrheit abwendet. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Und wer ist ungerechter als der, der an die Zeichen seines Herrn gemahnt wurde, sich aber von ihnen abwandte und vergaß, was seine Hände (für den Tag des Gerichts) vorausgeschickt hatten?“ [Surah al Kahf (18), Ayah 57]

10. Kufrul- Istibdaal: Unglauben aus dem Grund des Versuchs Allahs Gesetze auszutauschen. Dies kann die Form haben von:

(a) Ablehnung von Allahs Gesetz (Shari’ah) ohne sie zu leugnen

(b) Leugnung Allahs Gesetze und demzufolge sie ablehnend oder

(c) Allahs Gesetze mit Menschen gemachten Gesetzen auszutauschen. Allah, subhanahu wa ta’ala, sagt (in der ungefähren Bedeutung):

„Und sagt nicht aufgrund der Falschheit eurer Zungen: „Das ist erlaubt, und das ist verboten“, so dass ihr eine Lüge gegen Allah erdichtet. Wahrlich, diejenigen, die eine Lüge gegen Allah erdichten, haben keinen Erfolg.“ [Surah Nahl (16), Ayah 116]

_____________________________________________________________________________________________

Die folgenden Informationen wurden dem Anhang der englischen Übersetzung des Tafsirs von Ibn Kathir entnommen.

Quelle: www.dhikrullah.com

Assalamu allaikum wa rahmat allah wa barakatu meine liebe Geschwister im Islam,

ich habe eine dringende Bitte an euch. Es geht um viele Hassanat, seit ihr dabei?

Eine Gruppe in Berlin, zu der ich auch gehöre, möchte viel für Da’wa machen, und jetzt so richtig “durchstarten”.
Es werden bereits viele Unterrichte gemacht. Maßstab ist Quran und Sunnah, und der Weg der Salaf-us-Salih.

Die Absicht zukünftig eine Moschee bzw. eine kleine Organisation zu gründen steht und wird angestrebt.
Jedoch geht das nicht so einfach, wie jeder von euch weiß.

Man benötigt neben vielen “Arbeitskräften”, die die Da’wa praktizieren bzw. beim Erstellen des Da’wa-Materials zur Hilfe sind, auch viel Geld, um das alles umzusetzen.

Es werden CD’s gebrannt, Flyer erstellt, Broschüren über verschiedene Themen werden erstellt. Demnächst wird eine Broschüre rauskommen, die man dann auch kaufen kann. Es ist eine Art kleines Büchlein.

Der Titel lautet: “Der Weg des Verstehens der Religion”.
Hier werden sehr viele schöne und wichtige Aspekte angesprochen. Inschallah kann es jeder sehen und für ein wenig Geld kaufen, sobald es rausgekommen ist. Und es werden noch viele andere Dinge geplant, um die Da’wa weiter zu verbreiten.

Es ist wirklich eine ehrliche Sache und Allah ist mein Zeuge. Ich bitte jeden von euch, dass er sich an unserer Da’wa in Berlin beteiligt, indem er Geld spendet. Es muss nicht viel sein, jeder Euro zählt, und bei Allah wird es niemals verloren gehen, und der Lohn ist bi idhnillah sicher! Bei Allah werdet ihr diese Tat am Jüngsten Tag auffinden, und es wird ein schlimmer und gewaltiger Tag sein, an dem man jede Hassana brauchen wird, egal wie klein sie und jetzt in dieser Dunya erscheinen mag!

Wir leben in einer Zeit, wo vieles schlechtes und falsches über den Islam erzählt wird. Es sind meist so schreckliche Dinge, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Aber was ist mit uns?
Wir sitzen nur da, und tun nichts?! Ist das denn gut? Ist das fair?

Der Gesandte Allahs (s) und die Sahaba (r.a) haben alles getan für den Islam. Sie haben ihre Zeit und ihr Leben geopfert!
Sie gaben ihr ganzes Vermögen für die Sache des Islams. Subhanallah, sie haben verstanden, was es mit dem Islam auf sich hat. Sie haben verstanden, dass der Islam die WAHRHEIT ist, sie haben Allah ta’ala und seinen Gesandten (s) aufrichtig geliebt, so dass es in ihrem Leben nichts wichtigeres gab.

Und wir?
Naja.. soll ich wirklich anfangen? Von uns wird nicht mal verlangt, unser ganzes Vermögen für den Islam zu geben.. Wir sagen immer wir lieben Allah ta’ala und wir lieben seinen Gesandten (s) und wir lieben die Sahaba (r.a) und wir lieben den Islam, aber sind wir dennoch nicht bereit das zu tun, was unsre Aufgabe ist. Wir sind doch überzeugt, dass dieser Weg die Wahrheit ist. Wir haben die Aufgabe zum Islam zu rufen. Die Aufgabe Da’wa zu praktizieren.

Tun wir das denn auch?

Ich bin ehrlich, bevor ich zu dieser Gruppe kam, habe ich nicht bewusst Da’wa gemacht. Ich wusste immer nie, wo und wie soll ich es machen, die Brüder haben es doch viel einfacher dachte ich mir, sie können auf die Straße und öffentlich was tun. Aber ich als Schwester? Ich kann und will nicht auf diese Art Da’wa machen. Aber subhanallah, es gibt soviele Wege die zum Gleichen führen. Es gibt genug zu tun, und keiner kommt zu kurz.
Und wenn man nicht vor Ort ist oder nicht wirklich Zeit dazu findet, dann kann man auch sehr viel helfen, indem man nur ein wenig Geld spendet. Eine kleine Sadaqa, denn wir möchten auch bald eine Moschee oder eine Organisation errichten, wie ich bereits geschrieben habe.

Stell dir vor, durch diese Da’wa finden Menschen zum Islam, und es ist DEIN Geld, was diese Da’wa unterstützte.. Maschallah, was meinst du wohl, wie dein Lohn bei Allah sein wird? Allahu akbar. Ist es nicht das, was wir im Leben anstreben?

Wenn jemand von euch bereit ist, seinen Beitrag dazu zu leisten, und wenn ihr diese großartigen Hassanat bekommen wollt dann bitte ich euch, mir auf diese E-Mail Adresse zu schreiben, ich werde euch dann Auskunft geben.

al-buchari@hotmail.de

barakallahu feekum wa jazzakumullahu khairan, ich liebe euch alle für Allah

Die Vorzüge des heiligen Monats Muharram
& des Fastens am Tag von Aschura

(Von Muhammad Salih al-Munajjid – محمد صالح المنجد)

Allahs heiliger Monat Muharram ist ein gesegneter und wichtiger Monat. Er ist der erste Monat des Hijri-Kalenders und ist einer der vier heiligen Monate, über die Allah sagt:
„Die Anzahl der Monate bei Allah beträgt zwölf Monate nach derBestimmung Allahs seit dem Tag, als Er die Himmel und die Erde erschuf. Davon sind vier geheiligt (unverletzlich). Dies ist das rechte Gesetz. Darum tut euch darin nicht selbst Unrecht….“ [Sura 9:36]
__________________________________________________________________________________

Abu Bakr, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte:

„Das Jahr hat zwölf Monate, von denen vier heilig sind, die drei aufeinander folgenden Monate Dhul Qi`da, Dhul Hijja und Muharram, und Rajab Mudar, welcher zwischen Jumaada und Scha`baan liegt.“ (al-Bukhari, 2958)

__________________________________________________________________________________

Muharram wurde so genannt, um seine Heiligkeit zu bekräftigen und da er ein gesegneter Monat (= muharram) ist.

Allahs Worte „…Darum tut euch darin nicht selbst Unrecht. …“ bedeuten, dass das Sündigen in diesen Monaten noch schlimmer ist, als in den anderen Monaten.

Es wurde berichtet, dass Ibn Abbaas (r), dieser Satz Allahs gelte für jeden Monat, aber diese vier Monate wurden besonders hervorgehoben und geheiligt, so dass Sünden in diesen Monaten besonders schwer wiegen, während gute Taten größere Belohnung bringen.

__________________________________________________________________________________

Qataada sagte bezüglich dieses Satzes, dass Fehlverhalten während der heiligen Monate ernster und sündiger sei als zu irgendeiner anderen Zeit. Fehlverhalten ist immer eine ernste Sache, aber Allah gibt Seinen Befehlen das Gewicht nach Seinem Ermessen. Allah hat bestimmte Dinge Seiner Schöpfung besonders erwählt. Er hat unter den Engeln und unter den Menschen Botschafter erwählt. Von allem Gesagtem hat Er das Gedenken an Ihn auserwählt (Dhikr). Er erwählte von der Erde die Moscheen, von den Monaten den Ramadaan und die heiligen Monate, von den Tagen den Freitag und von den Nächten die Nacht der Bestimmung (Laylat-ul-Qadr). So würdigt, was Allah uns zu würdigen befohlen hat. Menschen mit Verstand und Weisheit würdigen, was Allah uns zu bewundern befohlen hat. (zusammengefasst aus Tafsir von Ibn Kathir Sura 9:36)

__________________________________________________________________________________

Die Vorzüge vermehrten freiwilligen Fastens im Monat Muharram

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: “Das beste Fasten nach dem Ramadaan ist das Fasten in Allahs Monat Muharram.” (Muslim, 1982)

Der Ausdruck Allahs Monat betont noch einmal die Wichtigkeit dieses Monats.

Al-Qaari sagte: “Offensichtlich ist damit der ganze Monat Muharram gemeint.“ Es ist aber bewiesen, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, niemals einen ganzen Monat lang gefastet hat, abgesehen vom Ramadaan. So soll dieser Hadith eher dazu auffordern, während des Monats Muharram öfter zu fasten als sonst, aber nicht während des gesamten Monats.”

__________________________________________________________________________________

Es wird überliefert, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, am meisten im Monat Scha´baan gefastet hat. Deshalb ist es anzunehmen, dass die Offenbarung über den Wert des Monats Muharram erst kurz vor seinem Lebensende zu ihm kam, so dass er nicht mehr in der Lage war, in diesem Monat zu fasten. (Scharh al-Nawawi `ala Sahih Muslim)

__________________________________________________________________________________

Allah erwählt Zeiten und Orte nach Seinem Willen

Al-`Izz ibn `Abd al-Salaam, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Zeiten und Orte können auf zweierlei Arten einen bevorzugten Rang haben, in weltlicher Hinsicht oder in religiöser / spiritueller Hinsicht. Bezüglich des Letzteren ist es so, dass Allah uns seine Großzügigkeit zukommen lässt, indem Er uns für gute Taten eine besonders große Belohnung zukommen lässt, wie zum Beispiel die besondere Belohnung für das Fasten im Ramadaan verglichen mit dem Fasten zu anderen Zeiten. Genauso ist es mit dem Fasten am Tag von Aschura, dessen Wert wir Allahs Großzügigkeit und Freundlichkeit gegenüber Seinen Dienern verdanken. …“ (Qawaa`id al-Ahkaam, 1/38)

Aschura in der Geschichte

Ibn ‘Abbas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam nach Medina und sah die Juden am Tag von Aschura fasten. Er fragte: ‘Warum tut ihr das?’ Sie antworteten: ‘Dies ist ein guter Tag, es ist der Tag, an dem Allah die Kinder Israels vor ihren Feinden rettete, deshalb fastete Musa an diesem Tag.’ Er sagte: ‘Wir haben mehr Anrecht auf Musa als ihr’,  so fastete er an diesem Tag und wies die Muslime an, an diesem Tag zu fasten.“ (al-Bukhari, 1865)
In einem Bericht, den Muslim überlieferte, heißt es, die Juden sagten:
„Dies ist ein großer Tag, an welchem Allah Musa und sein Volk gerettet hat und Pharao und dessen Volk ertrinken ließ.“

„Musa fastete an diesem Tag“,

dazu heißt es in einem anderen Hadith, den Muslim überlieferte: „…aus Dankbarkeit gegenüber Allah, deshalb fasten wir an diesem Tag.“

In einer anderen Überlieferung von al-Bukhari heißt es: „…so fasten wir an diesem Tag um ihn zu würdigen.“

In einer von Imam Ahmad überlieferten Version steht zusätzlich: „Dies ist der Tag, an dem die Arche auf dem Berg Judi landete, so fastete Nuh an diesem Tag aus Dankbarkeit.“

„…und wies die Muslime an an diesem Tag zu fasten,“

so heißt es auch in einem anderen Hadith, überliefert von al-Bukhari: „Er sagte zu seinen Gefährten: ‘Ihr habt mehr Anrecht auf Musa als sie, also fastet an jenem Tag.’

Das Fasten am Tag von Aschura war schon in der Zeit der Jaahilijja bekannt, vor der Sendung des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm. Es wird berichtet, dass A’ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, sagte:

„Die Leute der Jaahilijja fasteten gewöhnlich an diesem Tag…“

Al-Qurtubi sagte: „Vielleicht fasteten die Quraisch an jenem Tag aufgrund eines früheren Gesetzes, zum Beispiel das von Ibrahim, Allahs Friede auf ihm.“

____________________________________________________________________________________________

Außerdem ist bekannt, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, schon in Mekka am Tag von Aschura gefastet hat, bevor er nach Medina ausgewandert ist. Als er nach Medina auswanderte, sah er die Juden diesen Tag feiern, er fragte sie nach dem Grund und sie antworteten wie in dem obigen Hadith beschrieben. Er wies die Muslime an, sich von den Juden zu unterscheiden, die den Tag als Feiertag gestalteten. Dies wird in dem Hadith von Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtet: „Für die Juden war der Tag von Aschura ein Feiertag.”

[nach einer Überlieferung von Muslim: der Tag von Aschura wurde von den Juden in Form eines Feiertages gewürdigt. Nach einem anderen Bericht, ebenfalls von Muslim überliefert: die Menschen von Khaybar (die Juden) gestalteten es als Feiertag und ihre Frauen trugen an jenem Tag ihren Schmuck und ihre Symbole]

Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: “Ihr sollt an jenem Tag fasten.” (al-Bukhari)

____________________________________________________________________________________________

Das Fasten am Tag von Aschura war ein Schritt im Prozess, das Fasten als vorgeschriebene Verpflichtung in den Islam einzuführen. Fasten erschien in drei Formen. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nach Medina kam, hielt er die Muslime dazu an, an drei Tagen jeden Monats zu fasten und am Tag von Aschura. Dann machte Allah das Fasten zur Verpflichtung, indem Er sagte: „…das Fasten ist euch vorgeschrieben…“ [Sura 2:183]

____________________________________________________________________________________________

Die Verpflichtung wurde vom Fasten am Tag von Aschura auf das Fasten im Ramadaan übertragen. Dies ist ein Beweis aus dem Bereich des Usul al-Fiqh, dass es möglich ist eine leichtere Pflicht aufzuheben, indem sie durch eine schwerere ersetzt wird.

Bevor die Pflicht zum Fasten am Tag von Aschura aufgehoben wurde, war sie also eine wirkliche Pflicht. Das wird ganz deutlich aus der Anweisung Muhammads, Allahs Segen und Heil auf ihm. Sie wurde auch noch dadurch bestätigt, dass der Befehl, an diesem Tag zu fasten, eine allgemeine Anweisung und an alle Muslime gerichtet war. Eine weitere Bestätigung erhielt diese Pflicht dadurch, dass sogar Mütter angewiesen wurden, ihre Säuglinge an diesem Tag nicht zu stillen. Ibn Masud berichtet, dass das Fasten am Tag von Aschura aufgehoben wurde, als das Fasten im Ramadaan zur Pflicht wurde. Es war dananch keine Pflicht mehr, an diesem Tag zu fasten, aber es ist immer noch sehr wünschenswert (mustahabb).

____________________________________________________________________________________________

Die Vorzüge des Fastens am Tag von Aschura

Ibn ‘Abbaas, Allahs Wohlgefallen auf ihnen beiden, sagte: „Ich habe den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, an keinem anderen Tag so versessen aufs Fasten gesehen wie an diesem Tag, und er hat keinen Tag mehr bevorzugt als diesen Tag, den Tag von Aschura und diesen Monat, den Monat Ramadaan.“ (al-Bukhari, 1867)
Die Bedeutung dieses „versessen sein“ ist, dass er bestrebt war, an jenem Tag zu fasten, um die Belohnung dafür zu bekommen.
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Das Fasten am Tag von Aschura, so hoffe ich, wird Allah als
Wiedergutmachung für das vergangene Jahr akzeptieren.“
(Muslim, 1976)

Das ist Allahs Großzügigkeit: für einen gefasteten Tag vergibt Er uns die Sünden eines ganzen Jahres. Und Allah besitzt die größte Großzügigkeit.

Wann ist Aschura?

An-Nawawi, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Aschura und Tasu`a sind laut Büchern über die Arabische Sprache zwei verlängerte Namen, die Vokale werden lang ausgesprochen. Unsere Gefährten sagten: Aschura ist der zehnte Tag des Monats Muharram und Tasu`a ist der neunte Tag. Das ist unsere Meinung und die der Mehrheit der Gelehrten. Das geht aus dem Hadith offensichtlich hervor und so verstehen wir ihn. Uns so verstehen ihn auch üblicherweise die Sprachgelehrten.“ (al-Majmu’)Aschura ist ein islamischer Name und war zur Zeit der Jahiliyya unbekannt. (Kashshaf al- Qinaa`, Teil 2, Fasten im Muharram)

Ibn Qudaamah, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Aschura ist der zehnte Tag des Monats Muharram. Das ist die Meinung von Said ibn al- Musayyb und al- Hasan. Ibn Abbas berichtete: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wies uns an, am Tag von Aschura zu fasten, dem zehnten Tag im Monat Muharram.“ (Tirmidhi, hasan)

Es wird berichtet, dass Ibn Abbas gesagt hat: der neunte, und dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, üblicherweise am Neunten fastete. (Muslim)

Auf dieser Grundlage können wir sagen, dass es sehr wünschenswert ist, am Neunten und am Zehnten zu fasten. (Das sagen Ahmad und Ishaaq)

Dass es wünschenswert ist an Tasu`a und an Aschura zu fasten sagt auch Abd-Allah Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf ihnen beiden: „Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, am Tag von Aschura fastete und die Muslime aufrief, es ebenfalls zu tun, sagten sie: `Oh Gesandter Allahs, es ist der Tag, den die Juden und die Christen würdigen.` Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erwiderte: `Wenn ich das nächste Jahr noch erlebe, so Allah will, werden wir am neunten Tag fasten.` Aber es geschah, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, noch vor dem nächsten Jahr starb.“ (Muslim, 1916)

Al-Schafi`i und seine Gefährten, Ahmad und Ishaaq, sagten: „Es ist wünschenswert an beiden Tagen, dem neunten und dem zehnten, zu fasten, weil der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, am Zehnten fastete und vorhatte, auch am Neunten zu fasten.“

So kann man sagen, dass es für das Aschura-Fasten verschiedene Grade gibt. Der geringste ist, nur am zehnten Tag zu fasten und der höchste ist, auch am neunten Tag zu fasten. Je mehr man im Muharram fastet, umso besser.

Gründe, warum es wünschenswert ist, auch am Tasu`a zu fasten

An-Nawawi, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Die Gelehrten – unsere Gefährten und andere – geben mehrere Gründe dafür an, dass das Fasten an Tasu`a wünschenswert ist:
1. Die Absicht sich von den Juden zu unterscheiden, die nur den zehnten Tagwürdigen. Diese Meinung wurde von  Ibn Abbas überliefert.
2. Die Absicht, dem Fasten von Aschura noch einen Tag hinzuzufügen, vergleichbar mit dem Verbot, allein an einem Freitag zu fasten, was al-Khatabi und andere anmerkten.
3. Um auf der sicheren Seite zu sein, dass man auch wirklich am zehnten Muharram fastet, falls es einen Irrtum bei der Mondsichtung am Monatsanfang gegeben hat und der Neunte in Wirklichkeit schon der Zehnte ist.“
Der stärkste dieser Gründe ist der, sich von den Leuten der Schrift zu unterscheiden.Scheik al-Islam ibn Taymiya, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot das Nachahmen der Leute der Schrift in zahlreichen Hadithen, wie zum Beispiel mit der Aussage: `Wenn ich das nächste Jahr noch erlebe, so Allah will, werden wir am neunten Tag fasten.`“
(Al-Fatawa al-Kubra, Teil 6, Sadd al-Dharaa`i al-Mufdiya ila`l-Mahaarim)

In seinem Kommentar zu diesem Hadith sagte Ibn Hajar, möge Allah sich seiner erbarmen: „Was er damit gemeint hat, am neunten Tag zu fasten, war nicht, dass er nur an diesem Tag fasten wollte, sondern ihn dem zehnten Tag hinzuzufügen, entweder, um auf der sicheren Seite zu sein oder um sich von den Juden und Christen zu unterscheiden, was wahrscheinlicher ist. Das können wir auch aus einigen anderen Berichten schließen, die Muslim überliefert hat.“ (Fath, 4/245)

Das Fasten ausschließlich am Tag von Aschura

Scheikh al-Islam sagte: „Das Fasten am Tag von Aschura ist eine Wiedergutmachung für ein Jahr, und es ist nicht unbeliebt (makruh) nur an diesem Tag zu fasten…“ (Al-Fatawa al-Kubra, Teil 5)
Im Tuhfat al-Muhtaaj von Ibn Hajar al-Haytami steht: „Es ist nichts Falsches ausschließlich an Aschura zu fasten.“ (Teil 3, Baab Saum al-Tatawwu`)

Fasten von Aschura wenn er auf einen Sonnabend oder Freitag fällt

Al-Tahaawi, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Der Gesandte Allahs, AllahsSegen und Heil auf ihm, erlaubte uns am Tag von Aschura zu fasten und drängte uns sogar dazu. Er sagte nicht, dass wir es unterlassen sollten, falls Aschura auf einen Sonnabend fällt. Das weist darauf hin, dass alle Tage der Woche eingeschlossen sind. Unserer Ansicht nach – und Allah weiß es am besten- wäre es sogar so, dass wir in diesem Falle (wenn es ein Verbot, am Sonnabend zu fasten, gäbe) diesen Tag nicht würdigen würden und uns des Essens, Trinkens und
Geschlechtsverkehrs enthalten würden, wie die Juden. Denn wenn jemand am Sonnabend fastet ohne diesen Tag zu würdigen, und nicht weil es ein gesegneter Tag für die Juden ist, dann ist das nicht unbeliebt…“

(Muschkil al-Aathaar, Teil 2, Baab Saum Yaum al-Sabt)Der Autor des al-Minhaj sagte: „Es ist unbeliebt nur an einem Freitag zu fasten… Aber es ist nicht länger unbeliebt, wenn du ihm noch einen Tag anfügst, so wird es in richtigen Hadithen berichtet. Eine Person darf aber nur an einem Freitag fasten, wenn ihr gewohntes Fasten auf den Freitag fällt, oder wenn es ein
Fastentag für einen Schwur ist, oder wenn die Person ein Pflichtfasten nachholt, das steht auch in einem Hadith sahih.”

Al-Schari sagt in Tuhfat al-Muhtaaj: „..wenn es mit einem gewohnten Fasten zusammenfällt.. – das heißt, wenn die Person zum Beispiel alle drei Tage fastet und einer dieser Tage fällt auf einen Freitag. ..wenn es ein Fastentag für einen geleisteten Schwur ist, etc. – die Erlaubnis gilt auch für das Fasten, das man laut Schari`a zu leisten hat, und es gilt für Aschura und den Tag von Arafa.”

Al-Bahuti, möge Allah sich seiner erbarmen, sagte: „Es ist unbeliebt, sich nur den Sonnabend zum Fasten auszusuchen, laut dem Hadith von `Abd-Allah ibn Bischr, welcher von seiner Schwester berichtete: „Fastet nicht an einem Sonnabend, außer im Falle eines Pflichtfastens.“ (Ahmad).Außerdem ist das ein Tag, den die Juden ehren, also gleicht ihnen derjenige, der sich den Sonnabend als Fastentag aussucht….außer, wenn der Freitag oder Sonnabend auf einem Tag fallen, den die Muslime üblicherweise fasten, wenn z.B. der Tag von `Arafa oder Aschura auf einen Freitag oder Sonnabend fallen. Dann ist es nicht unbeliebt, denn die Gewohnheit eines Menschen hat schon einen gewissen Wert.“
(Kashshaaf al-Qinaa`, Teil 2, Baab Saum al-Tatawwu`)

Ältere Artikel »