Fünf Stufen Oktober 27, 2009
Posted by lebedenislam in 'Ibada.Tags: Gebet
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In Bezug auf das Gebet, gibt es bei den Menschen fünf Stufen.
[Auf der niedrigsten Stufe ist] der, der seiner eigenen Seele Unrecht tut; der nachlässig ist, der seine Waschung, die Zeiten, die Rahmenbedingungen und die wesentlichen Bestandteile des Gebetes verkürzt.
Auf der zweiten Stufe ist der, der die Zeiten, Regeln und Bestandteile des Gebetes einhält; der die Gebetswaschung einhält, aber von Ablenkungen gehindert wird, denen er aufgrund seines Mangels an innerer Kraft nicht widerstehen kann.
Auf der dritten Stufe ist der, der sich an die Grenzen und wesentlichen Bestandteile des Gebetes hält, und gegen die Ablenkungen ankämpft. Diese Person ist mit den Bemühungen gegen seinen Feind beschäftigt, “damit er ihn seines Gebetes nicht beraubt”. Im Gebet ist er im Kampf (jihad-un-nafs).
Auf der vierten Stufe ist der, der im Gebet steht und sich an alle Voraussetzungen, wesentlichen Bestandteile und Grenzen hält. Sein Herz ist darin vertieft, die Regeln und Voraussetzungen des Gebetes zu bewahren, “damit er nichts auslässt”. Genau genommen wird das Verrichten des Gebetes, so wie es sich gehört, vollends und perfekt, zu seinem einzigen Anliegen. Auf diese Weise, nimmt die Sorge um das Gebet und um die Anbetung Allahs, sein Herz völlig in Anspruch.
Auf der fünften Stufe ist der, der das Gebet auf die gleiche Art wie der Vierte verrichtet, aber darüber hinaus sein Herz vor seinen Herrn legt. Somit betrachtet er Gott – immer wachsam vor Ihm, erfüllt von Seiner Liebe und Herrlichkeit – so als ob er Ihn sehen würde, und direkt vor Ihm stehen würde. Daher verschwinden die Ablenkungen, indem der Schleier zwischen ihm und seinem Herrn gehoben wird. Der Unterschied dieser Person in seinem Gebet zu allen anderen ist so groß, wie die Distanz zwischen Himmel und Erde, denn er ist im Gebet [nur] mit seinem Allmächtigen Herrn beschäftigt, worin er die Quelle seiner Freude findet.
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[Von diesen fünf Personen], wird
die erste bestraft,
die zweite verwarnt,
die dritte erlöst,
die vierte belohnt,
und der fünften wird die Nähe seines Herrn zuteil -
denn die Quelle seiner Freude lag im Gebet.
Und wen immer das Gebet im Diesseits erfreut,
der erfreut sich der Nähe seines Herrn im Diesseits und Jenseits.
Und wer Freude bei Gott findet, erfreut andere (im Gegenzug).
Aber wer dies nicht tut, verlässt die Welt als ein Verlierer.
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Quelle: [Übersetzt aus dem Englischen, al-Wabil as-Sayyib min al-Kalim at-Tayyib von ibn Qayyim]
Das Wissen (Teil I) Oktober 23, 2009
Posted by lebedenislam in Für Muslime.Tags: 'Ilm, Fitna, Gebet, Unwissenheit
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Der Mensch wird am Tag der Auferstehung für seine Taten, d.h. Aussagen wie Handlungen, zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Gläubige ist verpflichtet, die religiösen Handlungen zu verrichten und sich und andere vor Sünden zu schützen bzw. diese zu vermeiden!
Dieses grundlegende Prinzip, für sich selbst wie auch für Mitmenschen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, beschreibt den wertvollen Charakter, mit dem ein Muslim beschrieben werden kann und den er zu erreichen bestrebt ist.
Menschen machen Fehler, auch Gläubige, und teilweise sehr schwerwiegende.
Das Ziel einer einwandfreien Lebensführung erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Engagement und Leistung.
Vielseitige Widerstände, die das Leben immer wieder bereithält, erschweren den Weg, dieses zu erreichen.
Notwendige Grundlage, um im islamischen Sinne richtig zu handeln, ist daher das Wissen über die Regeln und Urteile – damit fängt die Arbeit an!
“Aus eurer Mitte soll eine Gemeinschaft (von Wissenden) entstehen, diezum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerflicheverbietet…”
(‘Ali ^Imran, 104)
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Der Quraninterpret Abu Hayyan Al-Andalusi (verst. 754 d.H.) schreibt in seinem Werk
‘An-Nahru-l-Mad’ hinsichtlich dieses Verses:
“Mit der Gemeinschaft sind jene angesprochen, die fähig sind, das Rechte zugebieten und das Verwerfliche zu verbieten, nämlich diejenigen, die Wissen über das Rechte und das Verwerfliche besitzen.”
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Wie soll der Unwissende hier angesprochen sein oder dies auch nur in Angriff nehmen können?
Womöglich gebietet er das Verwerfliche und verbietet das Rechte.
Ibn Rislan schreibt in seinem bekannten Werk ‘Matnu-z-Zubad’:
“…und bei jedem der unwissend handelt sind die Handlungen unvollständig und zurückzuweisen.”
Wissen ist daher eine Voraussetzung für richtige und sichere Ausführung von Handlungen und Aussagen!
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