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Wege um Wissen zu erlangen November 7, 2009

Posted by lebedenislam in as-Salaf us-Salihin.
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Shaikh ibn ´Uthaimin sagt:
„Es gibt zwei Wege wie man Wissen erlangt:
1. Zum einen kann man sich Wissen aneignen, indem man Bücher von vertrauenswürdigen Gelehrten liest, die für ihr Wissen und ihre richtige ´Aqida (d. h., dass sie den Quran und die Sunnah befolgen, keine Neuerungen begehen und nicht nach ihren Gelüsten handeln) bekannt sind.
Das Aneignen von Wissen aus Büchern kann einer Person dazu verhelfen, ein gewisses Niveau zu erreichen, jedoch gibt es hierbei zwei Hindernisse:
Das erste Hindernis ist, dass diese Form der Wissensaneignung sehr viel Zeit und Fleiß benötigt, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Die meisten Menschen sind nicht in der Lage diese Hürde zu überbewältigen. Zusätzlich verlieren sie schnell die Motivation, da sie sehen, dass viele ihre Zeit verschwendeten, ohne etwas erreicht zu haben.
Das zweite Hindernis besteht darin, dass das Wissen der Personen, welche ausschließlich aus Büchern gelernt haben meistens sehr lückenhaft ist, da das Gelernte auf keiner soliden Grundlage basiert.
Aus diesem Grund entdeckt man häufig viele Fehler bei denjenigen, die sich das Wissen ausschließlich aus Büchern aneignen. Manche von ihnen kommen mit Ahadith (Überlieferungen), die in den zuverlässigen Büchern nicht zu finden sind. Dennoch stützen viele von ihnen sogar ihren Glauben auf diese Ahadith. Dies geht gegen das Prinzip der Gelehrten und ist zweifellos falsch. Es gibt Regeln wie wir den Quran und die Sunnah zu verstehen haben. Verstößt etwas gegen die Regeln und ist unvereinbar mit ihnen, muss man dieses unverzüglich aufgeben.
2. Zum anderen kann man sich Wissen von einem vertrauenswürdigen Gelehrten aneignen.
Dieser Weg ist schneller und weitaus zuverlässiger. Nach der ersten Methode könnte man einige Dinge missverstehen, mangelhaft im Wissen bleiben oder wegen anderer Gründe in die Irre gehen, ohne dieses zu merken. Wenn man jedoch von einem Gelehrten lernt, hat man die Möglichkeit sich auszutauschen und über den Unterrichtsstoff zu diskutieren. Dadurch öffnen sich mehrere Türen des Verstehens und der Überprüfung. Außerdem erlernt man die richtigen Ansichten zu rechtfertigen und die falschen Ansichten zu widerlegen.
Der Schüler sollte Prioritäten setzen und Bücher lesen, welche einen Themenbereich in der Religion grob zusammenfassen, bevor er sich tiefgründiger mit einer bestimmten Angelegenheit beschäftigt. Er sollte das Niveau nicht steigern, bevor er den Unterrichtsstoff seines aktuellen Niveaus nicht gründlich studiert hat. Auf diese Weise macht man Fortschritte.“

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Quelle: „Fataawa al-Shaikh Muhammad ibn Saalih al-‘Uthaimin, Kitaab al-‘Ilm“ (S.68-70)

Das Wissen (Teil I) Oktober 23, 2009

Posted by lebedenislam in Für Muslime.
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Der Mensch wird am Tag der Auferstehung für seine Taten, d.h. Aussagen wie Handlungen, zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Gläubige ist verpflichtet, die religiösen Handlungen zu verrichten und sich und andere vor Sünden zu schützen bzw. diese zu vermeiden!

Dieses grundlegende Prinzip, für sich selbst wie auch für Mitmenschen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, beschreibt den wertvollen Charakter, mit dem ein Muslim beschrieben werden kann  und den er zu erreichen bestrebt ist.

Menschen machen Fehler, auch Gläubige, und teilweise sehr schwerwiegende.
Das Ziel einer einwandfreien Lebensführung erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Engagement und Leistung.
Vielseitige Widerstände, die das Leben immer wieder bereithält, erschweren den Weg, dieses zu erreichen.

Notwendige Grundlage, um im islamischen Sinne richtig zu handeln, ist daher das Wissen über die Regeln und Urteile – damit fängt die Arbeit an!

“Aus eurer Mitte soll eine Gemeinschaft (von Wissenden) entstehen, diezum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerflicheverbietet…”
(‘Ali ^Imran, 104)

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Der Quraninterpret Abu Hayyan Al-Andalusi (verst. 754 d.H.) schreibt in seinem Werk
‘An-Nahru-l-Mad’ hinsichtlich dieses Verses:

“Mit der Gemeinschaft sind jene angesprochen, die fähig sind, das Rechte zugebieten und das Verwerfliche zu verbieten, nämlich diejenigen, die Wissen über das Rechte und das Verwerfliche besitzen.”

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Wie soll der Unwissende hier angesprochen sein oder dies auch nur in Angriff nehmen können?
Womöglich gebietet er das Verwerfliche und verbietet das Rechte.

Ibn Rislan schreibt in seinem bekannten Werk ‘Matnu-z-Zubad’:

“…und bei jedem der unwissend handelt sind die Handlungen unvollständig und zurückzuweisen.”

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Wissen ist daher eine Voraussetzung für richtige und sichere Ausführung von Handlungen und Aussagen!

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Der Gesandte Allahs, der Frieden und Segen Allahs seien mit ihm, sah einem Beduinen beim Gebet zu.
Nachdem jener das Gebet verrichtet hatte, wandte er sich dem Gesandten zu und grüßte ihn;
dieser erwiderte den Gruß und fügte hinzu:
“Bete, denn du hast nicht gebetet!”

 

Der Beduine befolgte die Anweisung und kehrte danach wieder zum Gesandten zurück.
Dieser sprach ein zweites Mal:
“Bete, denn du hast nicht gebetet!”

Der Beduine befolgte wiederum die Anweisung und kehrte danach wieder zum Gesandten zurück.
Dieser sprach ein drittes Mal:
“Bete, denn du hast nicht gebetet!”

Der Beduine sagte: “Ich schwöre bei Dem, Der dich mit der Wahrheit entsandt hat, dass ich es nur auf diese Weise vermag.”

Daraufhin wandte sich der Gesandte zu seinen Gefährten und sprach:“Leitet euren Bruder recht!” (d.h.: Lehrt ihn, richtig zu beten!)
(überliefert von Al-Bukhari in seinem Sahih)

 

Das Wissen (Teil I) Oktober 23, 2009

Posted by lebedenislam in Für Muslime.
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Dieser Vorfall ist ein Hinweis dafür, dass Handlungen nach ihren Vorschriften vollzogen werden müssen und diese zu erlernen sind.

Aus dem Lernen resultiert die Fähigkeit zwischen dem Richtigen und dem Falschen, dem Guten und dem Schlechten usw. unterscheiden zu können.

Der hohe Stellenwert des Wissens wird auch durch folgende Aussage des Gesandten Allahs (s) deutlich:

“Oh,Abu Dharr, wenn Du einen Vers aus dem Qur’an lernst, ist die Belohnung für Dich größer, als wenn Du 100 Gebetseinheiten (Rakat) von den freiwilligen Gebeten verrichtest;
und wenn Du ein Kapitel (Bab) des islamischen Wissens lernst, so ist es besser für Dich, als 1000 Gebetseinheiten (Rakat) von den freiwilligen Gebeten.”

(von Ibn Majah überliefert)


Zainu-l-^Abidin erhielt den Beinamen As-Sajjad, der sich häufig Niederwerfende, da er am Tag 1000 Gebetseinheiten freiwillig, in Demut und korrekter Ausführung zu beten pflegte.

…und wer macht dies heutzutage?Blatt-mit-Tropfen2

Beispielsweise das Kapitel über die Teilwaschung (Al-Wudu’) und ihre Bestandteile lässt sich in 30-45 Minuten erlernen – siehst Du, wie leicht der Weg ist, Gutes für sich vorauszuschicken!


Ali Ibn Abi Talib (r), der vierte Khalif und meistwissende unter den Gefährten des Gesandten, hatte einen besonderen Schüler, Kamil Ibn Ziad, den er mit zu einer Grabstätte nahm.
Er holte dort tief Luft, um ihm viele Ratschläge zu geben, darunter folgenden:

- Das religiöse Wissen ist besser als das Geld!
- Das Wissen bewacht dich, wohingegen du das Geld bewachst!


Das religiöse Wissen besitzt also einen höheren Stellenwert als das weltliche Wissen!

Aufgrund verschiedener Umstände ist bei vielen Gläubigen der Alltag eher durch weltliche Dinge geprägt.

  • Fange damit an, einen Teil des Aufwandes, den Du in jene weltliche Angelegenheiten steckst, durch das Erlernen des religiösen Wissens zuersetzen.

  • Entwickle daraus dann eine Handlungsweise, die Dich einem islamischen Alltag näher bringt, und mache es Dir zur Gewohnheit, das Wohlgefallen von Allah erlangen zu wollen.

Dies stärkt und festigt Deinen Iman.

Danach fallen Dir die Pflichten und freiwilligen Taten leichter. Und dieses stärkt dann wiederum Deinen Iman, Inschallah! Handele nach deinem Wissen, und du wirst davon profitieren bi idhniLLAH!

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