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Das Wissen (Teil I) Oktober 23, 2009

Posted by lebedenislam in Für Muslime.
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Der Mensch wird am Tag der Auferstehung für seine Taten, d.h. Aussagen wie Handlungen, zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Gläubige ist verpflichtet, die religiösen Handlungen zu verrichten und sich und andere vor Sünden zu schützen bzw. diese zu vermeiden!

Dieses grundlegende Prinzip, für sich selbst wie auch für Mitmenschen, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten, beschreibt den wertvollen Charakter, mit dem ein Muslim beschrieben werden kann  und den er zu erreichen bestrebt ist.

Menschen machen Fehler, auch Gläubige, und teilweise sehr schwerwiegende.
Das Ziel einer einwandfreien Lebensführung erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Engagement und Leistung.
Vielseitige Widerstände, die das Leben immer wieder bereithält, erschweren den Weg, dieses zu erreichen.

Notwendige Grundlage, um im islamischen Sinne richtig zu handeln, ist daher das Wissen über die Regeln und Urteile – damit fängt die Arbeit an!

“Aus eurer Mitte soll eine Gemeinschaft (von Wissenden) entstehen, diezum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerflicheverbietet…”
(‘Ali ^Imran, 104)

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Der Quraninterpret Abu Hayyan Al-Andalusi (verst. 754 d.H.) schreibt in seinem Werk
‘An-Nahru-l-Mad’ hinsichtlich dieses Verses:

“Mit der Gemeinschaft sind jene angesprochen, die fähig sind, das Rechte zugebieten und das Verwerfliche zu verbieten, nämlich diejenigen, die Wissen über das Rechte und das Verwerfliche besitzen.”

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Wie soll der Unwissende hier angesprochen sein oder dies auch nur in Angriff nehmen können?
Womöglich gebietet er das Verwerfliche und verbietet das Rechte.

Ibn Rislan schreibt in seinem bekannten Werk ‘Matnu-z-Zubad’:

“…und bei jedem der unwissend handelt sind die Handlungen unvollständig und zurückzuweisen.”

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Wissen ist daher eine Voraussetzung für richtige und sichere Ausführung von Handlungen und Aussagen!

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Der Gesandte Allahs, der Frieden und Segen Allahs seien mit ihm, sah einem Beduinen beim Gebet zu.
Nachdem jener das Gebet verrichtet hatte, wandte er sich dem Gesandten zu und grüßte ihn;
dieser erwiderte den Gruß und fügte hinzu:
“Bete, denn du hast nicht gebetet!”

 

Der Beduine befolgte die Anweisung und kehrte danach wieder zum Gesandten zurück.
Dieser sprach ein zweites Mal:
“Bete, denn du hast nicht gebetet!”

Der Beduine befolgte wiederum die Anweisung und kehrte danach wieder zum Gesandten zurück.
Dieser sprach ein drittes Mal:
“Bete, denn du hast nicht gebetet!”

Der Beduine sagte: “Ich schwöre bei Dem, Der dich mit der Wahrheit entsandt hat, dass ich es nur auf diese Weise vermag.”

Daraufhin wandte sich der Gesandte zu seinen Gefährten und sprach:“Leitet euren Bruder recht!” (d.h.: Lehrt ihn, richtig zu beten!)
(überliefert von Al-Bukhari in seinem Sahih)

 

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